Teilnehmer auf dem Podium waren etwa Eva-Maria Osterhues-Bruns, Vorsitzendes der Landesgruppe Niedersachsen des Grundschullehrerverbandes, Jonas Sonnenschein vom Landesschülerrat, Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsen, Carsten Kahnert, 2. Vorsitzender des Landeselternrats Niedersachsen, Stefan Nowatschin, Berufsschullehrer und Mitglied des CDA-Arbeitskreises Bildung, Sebastian Krohne, Referent für Arbeitsmarkt, Bildung- und Gesellschaftspolitik des Unternehmerverbandes Niedersachsen, und Heinz Ameskamp, Vorsitzender des Berufsschullehrerverbandes Niedersachsen.
In der engagierten Diskussion prallten unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Während etwa Eva-Maria Osterhues-Bruns sich für längeres gemeinsames Lernen aussprach, machte Philologe Horst Audritz deutlich, dass vermeintliche Vorbildsysteme wie das finnische oder schwedische Schulsystem auf eine sehr starke Binnendifferenzierung setzen. Allgemein wurde in der Diskussion bemängelt, dass ein Grundkonsens fehlt, was man von einem Abiturienten bzw. Ausbildungsanfänger erwarten könne und es wurde ein stärkeres Engagement in der frühkindlichen Bildung angemahnt. Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter wiesen auf die Problematik des Unterrichtsausfalls hin, der sich auch und gerade an Berufsschulen besonders bemerkbar mache.

Im zweiten Teil der Fachtagung ging es dann um nachhaltige Lernorte für allgemein- und berufsbildende Schulen. CDAler Stefan Nowatschin machte deutlich, dass Nachhaltigkeit nur durch verlässliche Strukturen erreichbar ist: „Insbesondere brauchen wir ein Niedersächsisches Landesinstitut für Berufliche Bildung (NIBB) nach Hamburger und Schleswig-Holsteiner Vorbild!“ Dr. Stefan Appel, Vorsitzender des CDA-Arbeitskreises Bildung, erläuterte zudem den Weg Niedersachsens zu einem vorbildlichen G9. Entscheidend sei die Schaffung von mehr Entlastungsstunden für Lehrer und eine stärkere Schulmodernisierung pro Kreis/kreisfreie Stadt: „Eine zusätzliche Schulmodernisierung pro Kreis, das muss doch möglich sein!“, so das Fazit der ca. 40 anwesenden Teilnehmer.

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