Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in Niedersachsen fordert eine Ausweitung der Kindernotbetreuung für den Lebensmitteleinzelhandel und die Lebensmittelerzeugung. „In der aktuellen Krise leisten die Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel im Moment Großartiges.

Sie sichern die Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebensmitteln, und das unter erschwerten Bedingungen – die Umsätze sind stark gestiegen, Kunden dennoch bisweilen unzufrieden wegen mancher leerer Regale aufgrund unverantwortlicher Hamsterkäufe und über allem schwebt als Damokles-Schwert das Corona-Virus.“
Aus Sicht der CDA sind deshalb diese Menschen systemrelevant und sollten in den Genuss der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kindernotbetreuung kommen, wie diese derzeit bei Kindern von Polizisten, Krankenschwestern, Feuerwehrleuten und ähnlichen Berufen möglich ist.“
Sozialpolitiker Max Matthiesen erklärt: „Mit dieser Sicht steht die CDA nicht alleine dar. Auch die Verordnung zur Bestimmung nach dem BSI-Gesetz (BSI steht für Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) erwähnt den Lebensmittelhandel und die Lebensmittelerzeugung incl. Landwirtschaft als systemrelevante Branchen. Daher sollte hier schleunigst gehandelt und klargestellt werden, dass alle Familien, wo wenigstens ein Elternteil in diesen Branchen arbeitet, auch die Kindernotbetreuung in KiTas und Schulen in Anspruch nehmen kann. Dieses wichtige Signal sind wir diesen unverzichtbaren Menschen schuldig.“

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