Die Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Niedersachsen hat sich auf ihrer jüngsten Vorstandssitzung intensiv mit der Situation junger Familien befasst und fordert u.a. ein rentenversicher- ungspflichtiges Familiengeld für junge Familien.

Der CDA-Landesvorsitzende Dr. Max Matthiesen MdL erklärt: "Der CDA-Landesvorstand hat sich bei einer Vorstandssitzung intensiv mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinandergesetzt. Kerstin Ruckdeschel vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden informierte über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse." Danach sei heutzutage in der jüngeren Generation die weit überwiegende Mehrheit sowohl von Männern als auch von Frauen der Meinung, dass beide Elternteile sich sowohl um Erziehung als auch um Gelderwerb kümmern sollen; zumeist werde dies von jungen Eltern auch so angestrebt. In der umfangreichen Diskussion brachte u.a. CDA-Landespressesprecher Alexander Börger seine Erfahrungen als junger Vater zweier kleiner Söhne sowie als Kommunalpolitiker ein. Die Debatte zeigte, dass nicht alle Kommunen in Niedersachsen gleichermaßen gut mit den Herausforderungen zur Schaffung ausreichender und qualitativ guter Betreuungsplätze für ein- bis dreijährige Kinder klarkommen. Hier sind aus CDA-Sicht einheitliche Standards im ganzen Land nötig. Deutlich wurde in der Diskussion allerdings auch, dass sowohl das heutzutage vorherrschende partnerschaftliche Zweiverdienermodell als auch das in früheren Generationen wesentlich stärker praktizierte Alleinverdienermodell jeweils ihre Vor- und Nachteile haben und dass es nicht Aufgabe des Staates sein kann, die Wahlfreiheit von Eltern an dieser Stelle einzuschränken. CDA-Vorsitzender Matthiesen: "Immer noch sind es oft finanzielle Gründe, die Eltern daran hindern, die Lebens- und Erziehungsform zu verfolgen, die sie für am besten für ihre Kinder und sich selber halten. Ein rentenversicherungspflichtiges Familiengeld, das eine temporäre Reduktion der Arbeitszeit etwa zur Betreuung von Kleinkindern ermöglichen würde, könnte hier eine Lösung sein - und die CDA Niedersachsen hat sich mit dieser Idee bereits auf CDA-Bundesebene durchsetzen können!"

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