Die CDA in Niedersachsen fordert allgemeinen Tarifvertrag Soziales in der Altenpflege für Niedersachsen und ggf. Allgemeinverbindlicherklärung Dr. Max Matthiesen, Vorsitzender der CDA in Niedersachsen sagt mit Blick auf die aktuellen Gesetzgebungsaktivitäten auf Bundesebene: „In Niedersachsen hat die Diakonie Niedersachsen mit Ver.di bereits 2014 einen echten Tarifvertrag für die Beschäftigten in der ambulanten und stationären Altenpflege ......

in den Einrichtungen der Diakonie geschlossen. In diesem Tarifvertrag sind zentrale Arbeitsbedingungen geregelt wie Arbeitszeit, Eingruppierung, Entgelt einschließlich sogar einer Kinderzulage, Urlaub, Fort- und Weiterbildung.“ Dieser Tarifvertrag ist allerdings nicht allgemeinverbindlich.
Aus Sicht der CDA Niedersachsen ist dies nicht verständlich, denn um mehr Pflegepersonal zu gewinnen und vorhandenes zu halten, komme es längst nicht nur auf die Bezahlung an, sondern auf die Arbeitsbedingungen insgesamt. Nach der eben erfolgten Gründung des Arbeitgeberverbandes von Teilen der freien Wohlfahrtspflege auf Bundesebene bestehe die Hoffnung auf einen baldigen – evtl. für allgemeinverbindlich erklärten – bundesweiten Tarifvertrages. Dieser oder ein Tarifvertrag auf Niedersachsenebene sollte das Ziel sein und nicht nur die Verbesserung des Mindestlohns. Ein Tarifvertrag sei viel wirksamer als das alternative Mittel eines Mindestlohnes, da dieser die Arbeitsbedingungen wie z.B. die sehr wichtigen Schichtzeiten nicht regelt.
Sozialpolitiker Matthiesen abschließend: „Mehr Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen, geht nicht nur mit Geld. Auch die übrigen Arbeitsbedingungen müssen stimmen. Und die beste Voraussetzung für gute Arbeitsbedingungen sind nun einmal Tarifverträge!“

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