Die CDA in Niedersachsen lehnt geplante Änderungen an der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) ab und fordert die Beibehaltung der bisherigen Regelung, die barrierefreies Bauen vorschreibt. Dr. Max Matthiesen, Vorsitzender der CDA in Niedersachsen: „In Niedersachsen wird seit Jahren zu wenig bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Deshalb ist es richtig, wenn die rot-schwarze Landesregierung bestehende Bauvorschriften unter die Lupe nimmt, ob .......

diese verändert werden müssen. Dabei muss man aber die richtigen Regelungen anfassen.“
Nach Ansicht der CDA Niedersachsen ist die Streichung der Anforderungen zum barrierefreien Bauen aber keine geeignete Maßnahme. Zum einen ist eine Regelung, die erst vor kurzer Zeit eingeführt wurde, nicht ursächlich für den jahrelangen Rückstau beim Bau bezahlbarer Wohnungen in Niedersachsen. Zum anderen widerspricht die geplante Änderung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die in Artikel 9 eine Beseitigung von Zugangshindernissen gerade auch bei Wohnräumen fordert.
Sozialpolitiker Matthiesen weiter: „Die CDA Niedersachsen schließt sich der Einschätzung etwa der Lebenshilfe Niedersachsen an, dass eine standardisierte Barrierefreiheit keine nennenswerten Mehrkosten bei der Erschließung von Baulücken verursachen wird. Barrierefreiheit und Bezahlbarkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Im Gegenteil: die gesellschaftlichen Folgekosten fehlender Barrierefreiheit in Wohngebäuden sind um ein Vielfaches höher als der einmalige Bauaufwand für Rampen, für den Verzicht auf Stufen oder Erhöhungen als Designelemente oder andere Maßnahmen der Barrierefreiheit.“ Man solle daher den erst vor kurzem eingeführten Neuregelungen der NBauO eine faire Chance geben, sich in der Praxis zu bewähren, und diese nicht nach kurzer Zeit bereits wieder zurückdrehen.

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