Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in Niedersachsen stellt fest, dass die CDU-Landtagsfraktion etliche ihrer Initiativen zur schnelleren Schaffung von mehr und insbesondere mehr günstigem Wohnraum aufgegriffen hat und fordert nun von der rot-schwarzen Landesregierung eine zügige Umsetzung dieses Maßnahmenpakets.

Sozialpolitiker Dr. Max Matthiesen, CDA-Landesvorsitzender, erläutert: „Bei der Förderung der sozialen Wohnungsbaus darf es kein Weiter-So geben. Die CDA Niedersachsen hat sich bereits viele Gedanken gemacht, wie die aktuelle Wohnungsnot gelindert werden können, indem mehr und vor allem mehr günstige Wohnungen gebaut werden. Nun hat auch die CDU-Landtagsfraktion eine ganze Reihe dieser Vorstöße aufgegriffen – wir fordern nun, dass dies rasch in die weiteren Beratungen der großen Koalition eingebracht und dann zügig in praktische Maßnahmen umgesetzt wird.“
Insbesondere sei eine Verstärkung der Landesförderung für den Bau von selbstgenutztem Wohneigentum besonders zu Gunsten von Familien auf der Grundlage des neuen niedersächsischen Wohnungsbauförderprogramms unter Anpassung der Einkommensgrenzen wichtig. Erfolgversprechend sei auch die Förderung von Quartierskonzepten und deren Umsetzung für Siedlungsgebiete mit überwiegend älteren Einfamilienhäusern. Hier können sehr gute Impulse z.B. für den Generationenübergang, Wohnen im Alter oder Ersatzneubauten geschaffen werden.
Und erfahrungsgemäß sei auch die Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten ein sehr wirksames Förderinstrument, z.B. durch eine längere Dauer der Sonder-abschreibungen zu diskutieren. Zudem werde man im sozialen Wohnungsbau an Baukostenzuschüssen für Bauherren, die nicht aus den Reihen der großen Wohnungsbaugesellschaften im Verband der Wohnungswirtschaft (VDW) und im Bund freier Wohnungsunternehmen (BFW), nicht vorbeikommen. Sonderregelungen

für den ländlichen Raum oder Studierende lehnt die CDA dagegen ab. Wichtig sei hingegen eine allgemeine bessere Mietwohnungsbauförderung gerade auch die für die Bezieher mittlerer Einkommen wie Handwerker, Pflegekräfte und andere Berufsgruppen.
Um Hilfestellung für Kommunen bei der praktischen Umsetzung z.B. dafür, die Betriebe bei der Gewinnung von Fachkräftenachwuchs in den Bauberufen zu unterstützen, verweist Dr. Max Matthiesen, der selbst aus Barsinghausen stammt, schließlich auf das sog. Barsinghäuser Modell, das für eine sehr gut entwickelte Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Schulen, Kommunalverwaltung, Kammern, Trägern der Berufsorientierung usw. in allen Bereichen steht.
Ferner verweist die CDA auf die Empfehlungen der niedersächsischen Baukosten-senkungskommission, die dringend Änderungen der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) empfiehlt, um günstigeres Bauen möglich zu machen.
Max Matthiesen abschließend: „Es gibt im komplexen Gebiet der Bauförderung nicht das eine Wunder-Instrument, das alle Probleme lösen wird. Es ist gut, dass die CDU-Landtagsfraktion jetzt ein ganzes Maßnahmenbündel in die Diskussion mit der SPD einbringt. Hoffen wir, dass vieles davon auch bald in die Praxis umgesetzt wird!“

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