Die CDA Niedersachsen fordert eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über bestehende Ausnahmen zur Pflicht, eine Mund-/Nasen-Bedeckung zu tragen (sog. „Maskenpflicht“), was insbesondere Menschen mit Beeinträchtigungen betrifft. Olaf Lichy, Leiter des Arbeitskreises Behindertenpolitik und Inklusion der CDA Niedersachsen und selber blind, erläutert: „Das Tragen von Mund-Nase-Masken führt bei den verschiedensten Arten von Behinderungen zu ......

großen Schwierigkeiten. Es ist beispielsweise für Menschen mit geistiger Behinderung oder Demenz nicht verständlich, wofür das Tragen einer Maske gut sein soll. Für Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einer Erkrankung der Lunge führt das Tragen einer Maske zu einer wesentlichen Beanspruchung des Herzens und ggf. Zu einem erhöhten Blutdruck oder einer verminderten Versorgung mit Sauerstoff. Auch für blinde Menschen führt das Tragen der Maske zu wesentlichen Einschränkungen, weil der Stand der Ohren geändert und die Gesichtshaut bedeckt wird, durch die kleinste Luftzüge wahrgenommen werden.“
Erfreulicherweise habe der Verordnungsgeber dieses Problem mittlerweile berücksichtigt. Leider sei diese Ausnahme bislang kaum bekannt, so dass es zu einem sicherlich ungewollten gesellschaftlichen Druck auf den betroffenen Personenkreis komme, wollen sie ohne Maske Einkaufen oder mit dem Nahverkehr fahren.
CDA-Landesvorsitzender Dr. Max Matthiesen: „Wir in der CDA wünschen uns daher, dass in den Medien nicht nur über die Maskenpflicht, sondern auch über die Ausnahmen berichtet wird. Andernfalls wird es dazu kommen, dass die Personen, die es sowieso schon schwer haben, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, auch noch in Rechtfertigungsdruck geraten. Dies ist jedoch für viele behinderte Menschen nicht zu leisten.“

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