Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Niedersachsen fordert auf dem CDA-Niedersachsentag einen Pakt für bessere berufliche Bildung. Dr. Max Matthiesen, Landesvorsitzender der CDA Niedersachsen: „Der Berufsbildungsbericht 2020 hat aufgezeigt, dass die Zahl der Ausbildungsabbrüche weiter auf 26,5 % gestiegen ist.

Drei wesentliche Gründe sind, dass vielfach den Auszubildenden die Anforderungen am dualen Lernort berufliche Schule bis zum ersten Berufsschultag nicht klar sind, und dass die fehlende Verbindlichkeit für Kooperationen zwischen allgemein- und berufsbildenden Schulen die frühzeitige Aufstellung von individuellen Förderplänen verhindert. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, Betriebe von vorherein besser einzubinden und zu begleiten, um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.“
Dass sei nach Ansicht der CDA Niedersachsen aber nur einer der Missstände in der beruflichen Bildung in Niedersachsen. So sind in Niedersachsen Berufsschulen noch nicht als Lernorte der Bildung und Beruflichen Bildung im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Schulgesetz festgehalten.
Stefan Nowatschin, stellvertretender Vorsitzender des AK Bildung der CDA Nieder-sachsen: „Für die vor Ort in den berufsbildenden Schulen (BBS) Tätigen ist es zudem enttäuschend, wenn jetzt zwar durch das MWK 18 Mio. € im Rahmen des Aktionsplans Ausbildung zur Verfügung gestellt werden und dabei die dualen regio-nalen Ausbildungspartner, die berufsbildenden Schulen, zwar als Kräftebündelungs-stätte auch erwähnt werden, die konkret notwendigen personellen und materiellen Ressourcen jedoch nicht benannt werden. So bleibt die BBS-Förderung unklar.“
Max Matthiesen daher: „So kann es nicht weitergehen. Die CDA Niedersachsen fordert daher unter der deutschen Ratspräsidentschaft einen Niedersächsischen Pakt für bessere berufliche Bildung.“ Und Stefan Nowatschin abschließend: „Durch einen solchen Pakt könnten Niedersachsens Berufsbildende Schulen endlich Bestandteil eines Netzwerkes von Exzellenzzentren beruflicher Bildung werden, was einer EU-Initiative von 2018 entsprechen würde.“

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