Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in Niedersachsen fordert, dass auch kreis- und regionsangehörige Städte und Gemeinden (mit Sozialamt) zur Durchführung der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen mit Behinderungen ab 18 Jahren herangezogen werden können. Dr. Max Matthiesen, Landesvorsitzender der CDA Niedersachsen, erklärt: „Unzweifelhaft ist das Bundesteilhabegesetz ein großer Fortschritt für Menschen mit Behinderungen.

Damit die neuen gesetzlichen Grundlagen aber auch bei allen Betroffenen richtig ankommen, kommt es auf eine gute Umsetzung dieses Gesetzes an. Die Verantwortung für die Ausgestaltung liegt beim Land Niedersachsen.“
Und hier gelte es nachzusteuern. Denn bisher sei geplant, dass für die Eingliederungshilfe im Aufgabenbereich des Landes die Kreise bzw. die Region Hannover verantwortlich sein sollen. Aus Sicht der CDA Niedersachsen ist das ungenügend. Sozialpolitiker Matthiesen: „Auch kreis- und regionsangehörige Städte und Gemeinden sollten weiterhin "im Boot" der Eingliederungshilfe bleiben. Sie haben über die örtliche Gemeinschaft, ihre Betriebe, Schulen, sozialen Einrichtungen, Bauleitplanung und vieles mehr entscheidenden Einfluss bei Arbeit, Wohnen, Bildung. Sie können das bei entsprechender Ausgestaltung der Heranziehung auch fachlich leisten wie zum Beispiel die Städte und Gemeinden in der Region Hannover mit Einwohnerzahlen zwischen rund 15000 bis 65000 Einwohnern und eigenen Sozialämtern. Die Kreis-und Regionsebene ist nicht so nah dran wie die Städte und Gemeinden!“
Die CDA Niedersachsen wird deshalb auf dem CDU-Landesparteitag einen Entschließungsantrag einreichen, der die Einbeziehung auch der kreis- und regionsangehörigen Städte und Gemeinden zum Ziel hat, um eine ortsnahe und damit individuelle Eingliederungshilfe in der örtlichen Gemeinschaft zu ermöglichen. Max Matthiesen abschließend: „Leitlinie der neuen passgenauen und individuellen personenzentrierten Eingliederungshilfe muss es sein, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, insbesondere in den Bereichen Bildung, Arbeit und Wohnen.“

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