Stefan Nowatschin, Mitglied im Landesvorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Niedersachsen, erklärt: „Kultusminister Tonne hat angekündigt, dass die Niedersächsische Landesschulbehörde aufgelöst wird. Für die CDA Niedersachsen ist das eine gute Botschaft, aber es fehlt der nächste Schritt, nämlich die Einrichtung eines Niedersächsischen Instituts Beruflicher Bildung (NIBB).“ Laut den Plänen des Ministers sollen die vier Regionalabteilungen der bisherigen .....

Landesschulbehörde zu vier Landesämtern aufgewertet und direkt vom Ministerium aus geführt werden. Stefan Nowatschin weiter: „Die CDA Niedersachsen und die niedersächsische Berufsschullehrerschaft hoffen auf eine grundlegende Optimierung der Schulverwaltung, sodass auch hier eine nachhaltigkeitsorientierte und effiziente (d.h. bürokratiearme) Organisation der beruflichen Bildung in Niedersachsen nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins gelingt.“
Nach Ansicht der CDA ist es ferner für die niedersächsischen Berufsschülerinnen und –schüler, die betrieblichen und berufsschulischen Ausbilder und die Schulträger wichtig, dass es ab 2020 einen gestuften Dekaden-Investitionsplan 2020-2025 (ggf. sogar bis 2030) gibt, der zu einer echten Stärkung der niedersächsischen beruflichen Schulen beitragen soll. Und im Kontext des EU-Bildungsraums 2025, der auch regionale Exzellenzzentren beruflicher Aus- und Weiterbildung vorsieht, soll auch in Niedersachsen endlich der Anspruch auf 100% Bildungszeit und verlässlichen nachhaltigkeitsorientierten Unterricht erfüllt werden.
Stefan Nowatschin weiter: „In Niedersachsen werden die Themen Bildung Nachhaltiger Entwicklung (BNE) und Beruflicher Bildung Nachhaltiger Entwicklung (BNE) leider nur sehr zaghaft verfolgt. Es braucht deutlich mehr Maßnahmen und personelle und sächliche Investitionen, um den Wohlstand zu sichern und Niedersachsen zukunftsorientiert weiterentwickeln zu können. Denn es gibt zahlreiche aktuelle Herausforderungen, z.B. durch die Umstellung auf Elektroautos und den daraus resultierende Umschulungsbedarf oder durch die Digitalisierung.“ Daher müsse deutlich mehr in kooperative Aus- und Fortbildungen investiert werden, aber auch das Berufsbild "Berufsschullehrkraft" und deren Bedeutung müsse öffentlich besser und wertschätzender kommuniziert werden.

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