Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Niedersachsen bedauert das Scheitern der Bemühungen um einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag in der Pflege. Dr. Max Matthiesen, Landesvorsitzender der CDA Niedersachsen, erklärt: „Die CDA Niedersachsen bedauert, dass die Caritas dem vorliegenden Entwurf eines bundesweit einheitlichen Tarifvertrags in der Pflege nicht zustimmen konnte. Wir wünschen, dass zeitnah ein neuer Anlauf gemacht wird.“ Aus Sicht der CDA Niedersachsen ...

sind einheitliche und verbesserte Bezahlungen und Rahmentarifbedingungen für die Pflegekräfte ein entscheidender Beitrag für bessere Qualität in der Pflege bei gleichzeitig humaneren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Und ein vom Bundesarbeitsministerium aufgrund der Zustimmung von Caritas und Diakonie für allgemeinverbindlich erklärter Tarifvertrag würde den Wettbewerb zwischen den Pflegeeinrichtungen aufgrund der Qualität der Pflege-leistungen und nicht über niedrige Preise zulasten der Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals stärken. Tarifvertragliche Mindeststandards seien daher nach Ansicht der CDA Niedersachsen auch im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit der Caritas-Einrichtungen, denn sie würden bei Allgemeinverbindlichkeit auch für privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen im Pflegebereich gelten.
Sozialpolitiker Matthiesen: „Nach unseren Informationen wollte die Caritas nicht zustimmen, weil der einheitliche Pflegetarifvertrag Nachteile für die Caritas-Beschäftigten gebracht hätte. Das darf natürlich nicht das Ergebnis eines einheitlichen Tarifvertrags sein. Deshalb bitten wir alle Beteiligten, schnellst möglich wieder zusammenzukommen, um dieses wichtige Thema zeitnah zu einem Abschluss zu bringen.“
Max Matthiesen abschließend: „Alternativ wäre auch ein Tarifvertrag auf Landesebene denkbar, wozu vor geraumer Zeit auch schon ein Anlauf gemacht wurde. Die Zeit ist nun reif für eine Lösung – daher bitten wir alle Beteiligten, an einem Strang zu ziehen!“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag