Aus Anlass des Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EUGH) zur Aufzeichnung der Arbeitszeit von Beschäftigten trafen sich am 1. August in Hannover Vorständler von MIT und CDA aus dem Bezirksverband Hannover, um gemeinsame Positionen zu Fragen der Arbeitszeitgestaltung zu erarbeiten. Sie stellten gemeinsam fest:

Wir wollen eine flexible Arbeitszeitgestaltung, die den Anforderungen der
Betriebe und Aufgaben, den Wünschen der Kunden und den Vorstellungen
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gerecht wird. Dies betrifft sowohl
den Umfang des Arbeitszeitvolumens als auch die Lage und Verteilung der
Arbeitszeit. - Wir wollen eine gesunderhaltende Arbeitswelt. Krankmachende Faktoren
wollen wir soweit wie möglich beseitigen oder so gering wie möglich halten.
- Wir wollen eine Arbeitszeit, die es erleichtert Erwerbstätigkeit und Privatleben
besser miteinander zu vereinbaren.
- Sollte aufgrund des Urteils des EUGH der deutsche Gesetzgeber handeln
müssen, erwarten wir, dass die festgelegten Maßstäbe, die Zeiterfassung solle
objektiv, verlässlich und zugänglich sein, im Lichte des im Urteilstext
beschriebenen weiten Ermessensspielraums umgesetzt werden. Für uns
bedeutet dies, dass die Größe der Betriebe oder weitere Eigenheiten sowie
Besonderheiten der Tätigkeitsbereiche oder der Branchen zu berücksichtigen
sind. Wir erwarten auch, dass die Bundesregierung eine Zeiterfassung
vorsieht, die den bürokratischen Aufwand für Arbeitgeber und Beschäftigte
praxisnah und so gering wie möglich hält.
- Wir werden unseren „Arbeitszeitpolitischen Dialog“ fortsetzen, um die landesund
bundespolitische Debatte zu begleiten. Hierzu werden wir auch Akteure
der Arbeitswelt einladen.

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