Hilbers: "Ministerin Rundt hat ein Kreditprogramm über 25 Jahre zulasten künftiger Generationen präsentiert. Es ist nicht nachhaltig, belastet das Krankenhausinvestiti- onbudget der nächsten 25 Jahre. Es bedarf einer lang- fristig bedarfsgerechten Finanzierung der Krankenhaus- investitionen und weiterer Sondervermögen zur Ver- schleierung der Ãœbertragung der Lasten auf die Zu- kunft. Heute befindet sich das Land finanziell in der Komfortzone, heute müssen die Probleme gelöst werden. Es kann nicht sein, dass viel Geld für die Hochschulmedizin geparkt wird, während Krankenhäuser für ihre Investitionen eigene Darlehen aufnehmen müssen. Dafür muss das Land, wie im Regierungsprogramm der CDU gefordert, die Zuschüsse von zur Zeit 120 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro jährlich aufstocken. Während die Hochschulkliniken keine Kredite aufnehmen müssen, ist das für die Krankenhäuser der Fall." Matthiesen: "Der großzügig klingende Plan der Sozialministerin ist tatsächlich ein Finanztrick, der den enormen Investitionsbedarf von Niedersachsens Krankenhäusern - wie etwa Großburgwedel und Gehrden in der Region Hannover, oder Oldenburg und Ostfriesland - nicht abdeckt. Die Finanzierung des Sondervermögens ist so gestrickt, dass das Land gerade ein Drittel der Gelder bereitstellt. Der Rest kommt von den Kommunen und den Krankenhäusern selbst durch die Kürzung der Bettenpauschale."

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