Die Bildungsexperten der CDA Niedersachsen schlagen nach Schleswig-Holsteiner Vorbild vor, die Berufsschulen zukünftig durch ein Nieder-sächsisches Institut Beruflicher Bildung (NIBB) beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium führen zu lassen. Die niedersächsischen Bildungs- und Berufsbildungsexperten in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Niedersachsen sind der Meinung, dass Niedersachsens Berufsschulen durch die Einrichtung eines Niedersächsischen Instituts ...

Stefan Nowatschin, Mitglied im Arbeitskreis Bildung der CDA Niedersachsen, sieht sich auch aufgrund der aktuellen Berichterstattung darin bestätigt: „Ein Niedersächsisches Institut Beruflicher Bildung (NIBB) muss unverzüglich auch in Niedersachsen realisiert werden. Die beruflichen Schulen und die berufliche Bildung in Niedersachsen gehören nachhaltig und erfolgreich aufgestellt. Das Vertrauen in die Führung durch das Kultusministerium und die Niedersächsische Landesschulbehörde ist bei den Berufsschullehrkräften, den Vertretern der niedersächsischen Wirtschaft, den Eltern- und Schülervertretungen der beruflichen Schulen bereits verloren gegangen.“ Daher sei nun umgehend der nächste Schritt zu tun und ein Machbarkeitsgutachten zur Einrichtung des NIBB in Auftrag zu geben.
So müssten noch in diesem Jahr 2019 für die 135 Berufsbildenden Schulen mindestens 270 unbefristete Lehrkräfteplanstellen, 70 zusätzliche unbefristete Schulsozialarbeiter-Planstellen und ein finanzielles Grundbudget auf dem Niveau des Jahres 2016 bereitgestellt werden, um eine nachhaltigkeitsorientierte und qualitativ hochwertige berufliche Bildung an Niedersachsens Berufsbildenden Schulen als regionalen Kompetenzzentren für die Berufliche Bildung zu realisieren.
Bildungsexperte Stefan Nowatschin abschließend: „Die CDA Niedersachsen fordert bereits seit über zwei Jahren die Einrichtung eines NIBB. Die Landesregierung hat diesen Vorschlag bislang ignoriert. Sie verschließt weiter die Augen vor der permanenten und eklatanten personellen sowie finanziellen Unterversorgung der beruflichen Schulen und die Fehlsteuerung durch das Kultusministerium und die Niedersächsische Landesschulbehörde. Den damit einhergehenden Qualitätsverlust der dualen Berufsausbildung kann sich Niedersachsen aber nicht länger leisten!“

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