Am Wochenende hatte die CDA in Niedersachsen zu einer Fachtagung „Alterssicherung“ nach Hannover eingeladen. Anlässlich des bundesweiten „Tag der CDA“ trafen sich hierzu die CDU-Arbeitnehmervertreter in der CDU-Landesgeschäftsstelle. In seinem Grußwort ging der Hausherr, Generalssekretär Kai Seefried MdL, ebenfalls auf das Thema ein. Er dankte für die Organisation der Tagung „zur rechten Zeit“ und hob auch die Vielfalt der CDU-Vereinigungen hervor. „Miteinander um den ...

Organisiert wurde diese u.a. von den beiden Kollegen Peter Fichtner aus Cuxhaven und Burkhard Willich, zugleich Vorsitzender des CDA-Kreisverbandes Oldenburg-Stadt. Im ersten Teil erläuterte der Rentenexperte Burkhard Willich über die Entwicklung der Alterssicherung und besonders der gesetzlichen Rentenversicherung. Es folgte die Sicht des DGB´s. Egbert Biermann, ehemaliges Mitglied des gHV der IG BCE beschrieb deren Forderungen mit der perspektivischen Anhebung des auf 50 Prozent und der Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge. Auf die nachgelagerte Besteuerung der Renten ging der Steuerexperte Holger Stührenberg ein. Zum Abschluss gab es den Tagesordnungspunkt „Forderungen und Ziele“. Hier verständigte sich die Runde darauf, dass die größten Probleme bei der Altersabsicherung von Geringverdienern zu sehen sind und die Akzeptanz zum System gesichert werden sollte.

Eine Akzeptanz wird nur zu erreichen sein, wenn das Rentenniveau perspektivisch auf 50 Prozent angehoben wird.

Dieses zu finanzieren, erfordert eine gute wirtschaftliche Situation und einer weiterhin positiven Beschäftigungslage mit „guten“ Löhnen“.

Da aber selbst bei einer Anhebung dieses Faktors nicht alle Kosten abzudecken sind, wird der Bundeszuschuss erhöht werden müssen und von den sogenannten Fremdleistungen befreit werden. (Gesamtgesellschaftliche Aufgaben )

Wichtig:
Es muss verhindert werden, dass aus Niedriglöhnen später Kleinstrenten werden. Geringverdiener, vor allem Frauen, laufen sonst zunehmend Gefahr, in Altersarmut zu geraten.

Hierzu schlägt die CDA vor, die sogenannte Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen. Im Hinblick auf den gewachsenen Niedriglohnsektor ist sie eine wirksame Maßnahme innerhalb des Rentensystems, bei langjährig Versicherten die Zeiten von Niedriglohnbeschäftigung rentenrechtlich aufzuwerten.

Die Rente nach Mindesteinkommen hilft langjährig versicherten Arbeitnehmern zu einer Rente oberhalb der staatlichen Grundsicherung. Sie gilt in Deutschland bereits für Zeiten vor 1992. Sie funktioniert folgendermaßen: Unterdurchschnittliche versicherungspflichtige Einkommen werden im Nachhinein, also nach Abschluss des Erwerbslebens, mit dem Faktor 1,5 (d. h. um die Hälfte) auf maximal 75 Prozent des Durchschnittsentgelts hochgewertet. Bedingung ist, dass 35 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten vorliegen. Diese Zeiten beinhalten auch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder der Kindererziehung.

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